Oelde-Stromberg (mw/bb). Für viele war es der wohl schönste Moment beim diesjährigen Pflaumenmarkt in Stromberg: Mit der feierlichen Inthronisierung von Christin I. Risse hat der Stromberger Pflaumenmarkt eine neue Königin. Die bisherige IX. Pflaumenkönigin Nina I. Sunderkemper übergab das Amt nach zwei Jahren an ihre Nachfolgerin und musste dabei selbst sichtlich mit den Tränen kämpfen. Für die passende Überraschung sorgte dabei die Besetzung auf der Bühne: Die Krönung nahm Landrat Dr. Olaf Gericke persönlich vor. Nicht nur, weil der Landrat dem Stromberger Pflaumenmarkt seit vielen Jahren verbunden ist, sondern auch, weil die neue Pflaumenkönigin Christin Risse im Kreishaus Warendorf arbeitet. So wurde aus dem Landrat an diesem Abend kurzerhand auch der „Chef“, der seine eigene Mitarbeiterin zur Pflaumenkönigin ernennen durfte.




Bevor es auf dem roten Teppich ernst wurde, sorgte ein abwechslungsreiches Showprogramm für Stimmung unter den Gästen des Pflaumenmarktes. Die Infinity Showdance aus Stromberg präsentierte ihr tänzerisches Können, anschließend brachte Sambacana aus Beckum mit brasilianisch geprägten Samba-Rhythmen Bewegung auf die Bühne. Das Programm bot damit einen schwungvollen Auftakt für den Höhepunkt des Abends: Den Einmarsch des alten Hofstaates und die anschließende Inthronisierung der neuen Pflaumenkönigin.

Auf der Bühne hatte Landrat Dr. Gericke gemeinsam mit der stellvertretenden Oelder Bürgermeisterin Andrea Geiger und Moderator Josef Becker auf den großen Moment gewartet. Wer die neue Königin werden sollte, blieb bis zu ihrem festlichen Einzug streng geheim. Auch Dr. Gericke hielt sich zunächst bedeckt: „Das hat es bisher im Kreishaus noch nicht gegeben“, scherzte er später und verwies auf die Bereitschaft des Warendorfer Kreishauses zu Überraschungen. Dann wurde es ernst. Begleitet von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zog die neue Königin auf den roten Teppich ein: Christin I. Risse. Ihre erste Reaktion fiel kurz, aber eindeutig aus: „Unbeschreiblich. Hallo, Stromberg.“
Ein Landrat als „Krönungsbeamter“
Dr. Olaf Gericke übernahm anschließend die feierliche Inthronisierung. In seinem eigens vorbereiteten Gedicht schlug er den Bogen zwischen Christins beruflichem Alltag und ihrer neuen Aufgabe als Pflaumenkönigin. Als Mitarbeiterin des Kreises sei sie verlässlich und engagiert. Wertvolle Eigenschaften, die sie nun auch als Botschafterin Strombergs unter Beweis stellen könne. Zu ihren neuen Aufgaben gehört unter anderem, für das Burgdorf Stromberg und die Schutzmarke Pflaume zu werben. Auch die bevorstehende 850-Jahr-Feier Strombergs im kommenden Jahr wird die X. Pflaumenkönigin begleiten.


VIELEN DANK AN UNSEREN SPONSORINGPARTNER PFLAUMENHOF STEMICH FÜR DIE WERBEUNTERSTÜTZUNG BEI DER PFLAUMENMARKT-BERICHTERSTATTUNG
Und natürlich durfte bei der Krönung auch die traditionelle Ausstattung nicht fehlen: Diadem, Zepter und Schärpe machten aus der bisherigen Mitarbeiterin des Kreises endgültig die neue Stromberger Pflaumenkönigin. Gericke nahm die ungewöhnliche Situation mit Humor. Dass ein Landrat seine eigene Mitarbeiterin krönt, habe es im Kreishaus bislang jedenfalls noch nicht gegeben. „Sie wird als erstes befördert“, lautete sein augenzwinkernder Kommentar.
Pflaumenkönigin a.D. Nina I. : „Wir lassen dich nie im Regen stehen“
Emotional wurde es anschließend bei der Übergabe durch Nina Sunderkemper. Die scheidende IX. Pflaumenkönigin war sichtlich gerührt und musste sich nach eigenen Worten sichtlich zusammenreißen. Für ihre Nachfolgerin hatte Nina ein besonderes Geschenk dabei: Einen Regenschirm. Bereits sie selbst hatte von ihrer Vorgängerin Pflaumenkaiserin Sylvia einen solchen Schirm erhalten. Nun sollte diese Tradition weitergeführt werden. Der Regenschirm soll dabei nicht nur ein praktischer Begleiter sein: „Wir sind da und wir lassen dich nie im Regen stehen“, gab Nina ihrer Nachfolgerin mit auf den Weg. Christin solle wissen, dass sie auf ihre Vorgängerinnen jederzeit zählen könne und im Kreis der Pflaumenköniginnen (und einer Kaiserin) herzlich willkommen sei. Auch für Christins künftige Auftritte hatte Nina vorgesorgt und eine Handyhülle mit Band überreicht. Schließlich dürfte das Smartphone bei den zahlreichen Terminen als Pflaumenkönigin künftig eine wichtige Rolle spielen.

Ein bewegender Abschied nach zwei Jahren
Dann richtete Nina ihre letzten Worte als amtierende Pflaumenkönigin an die Strombergerinnen und Stromberger. Der Abschied fiel ihr sichtlich schwer. Sie blickte auf zwei Jahre mit unzähligen Veranstaltungen, Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse zurück und dankte den Menschen in Stromberg für die Unterstützung. „Danke für die zwei Jahre“, sagte Nina. Vor allem aber galt ihr Dank den Menschen, die sie während ihrer Amtszeit begleitet und unterstützt hatten. Auch ihre Hofdamen standen dabei noch einmal im Mittelpunkt. Sie hatten Nina bei zahlreichen Veranstaltungen begleitet und ihr während ihrer Amtszeit treu zur Seite gestanden. Gemeinsam mit dem bisherigen Hofstaat verabschiedete sie sich schließlich von ihrer Aufgabe.





Christin Risse steht nun am Beginn ihrer Amtszeit. Nina Sunderkemper darf dagegen nach zwei Jahren ihre Krone weitergeben, mit dem guten Gefühl, dass die Tradition in Stromberg weiterlebt und ihre Nachfolgerin auf einen starken Kreis ehemaliger Pflaumenmajestäten bauen kann. Und vielleicht ist genau dafür der Regenschirm das passendste Symbol: In Stromberg lässt man seine Pflaumenköniginnen auch nach der Amtszeit nicht im Regen stehen, auch wenn der 2. Pflaumenmarkttag doch einige Milliliter hatte regnen lassen. Da konnte sich der Regenschirm direkt beweisen!
Fotos/Text: B. Brüggenthies

Disclaimer: Werbung, Sponsoringpartner: Pflaumenhof Stemich

