Kreis WAF (mw). Der Kreis Warendorf schafft ein neues Feuerwehrausbildungszentrum. Dafür soll ein früheres Hochregallager in Warendorf-Freckenhorst entsprechend umgebaut und für die Aus- und Fortbildung der Freiwilligen Feuerwehren genutzt werden. Voraussichtlich ab 2028 sollen dort verschiedene Übungsszenarien trainiert werden können.
„Wir sind froh und dankbar, dass sich über 2.300 Frauen und Männer in den Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Warendorf engagieren und jederzeit zum Schutz ihrer Mitmenschen bereitstehen. Ihnen wollen wir optimale Trainingsmöglichkeiten bieten“, erklärt Landrat Dr. Olaf Gericke. In der künftigen Übungshalle sollen unter anderem Einsätze in Treppenhäusern, Garagen sowie Ein- und Mehrfamilienhäusern trainiert werden können. Auch Übungen zur Absturzsicherung sind vorgesehen. Durch die Anordnung der verschiedenen Übungselemente sollen sich zudem weitere Einsatzsituationen abbilden lassen, beispielsweise in Altenpflegeeinrichtungen.
Breites Ausbildungsangebot geplant
Das Ausbildungszentrum soll den Feuerwehren der Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf verschiedene Lehrgänge ermöglichen. „Wir wollen die Feuerwehrangehörigen der kreisangehörigen Städte und Gemeinden optimal ausbilden und dazu Lehrgänge wie Truppführer, Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger, Maschinisten, Technische Hilfeleistung sowie ABC-Einsatz anbieten. Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet. Darüber hinaus werden bedarfsgerecht weitere Lehrgänge, beispielsweise zu den Themen Hochwasserschutz, Absturzsicherung oder anderen aktuellen Einsatzschwerpunkten, sowie Führungskräftefortbildungen angeboten“, führt Kreisbrandmeister Patrik Hillebrand aus.
Bislang nutzen die Feuerwehren für ihre Ausbildung eine Gewerbeimmobilie, die nach Angaben des Kreises mittelfristig nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Mit der ehemaligen Lagerhalle in Freckenhorst soll nun eine langfristig nutzbare Alternative entstehen. Die vorhandene Halle sei für diesen Zweck besonders geeignet, erklärt Hendrik Borgstedt, Amtsleiter Hochbau und Immobilienmanagement: „Wir werden zusätzlich als Ergänzung zur Übungshalle unmittelbar daneben ein Seminargebäude mit hervorragenden Bedingungen erhalten und können es mit moderner Medientechnik, einer hochwertigen Akustik, flexibler Möblierung für unterschiedliche Unterrichtsformen und digitalen Präsentationsmöglichkeiten ausstatten“, sodass theoretische Inhalte der Ausbildungs- und Schulungsveranstaltungen unmittelbar mit den praktischen Einheiten in den Lager- und Übungsflächen verknüpft werden können.

Auch für Kommunen im Kreisgebiet nutzbar
Bei der Umsetzung setzt der Kreis auf die Nachnutzung einer bestehenden Immobilie. Dadurch soll eine vergleichsweise kostengünstige Lösung entstehen. „Durch die Nachnutzung einer bestehenden Immobilie haben wir eine vergleichsweise kostengünstige Lösung gefunden, die die kommunalen Haushalte nicht über Gebühr belastet“, hält Kreisdirektor Dr. Stefan Funke fest. Das neue Ausbildungszentrum soll außerdem über die Feuerwehrausbildung hinaus genutzt werden. Außerhalb der Ausbildungszeiten können die Seminarräume auch der Kreisverwaltung sowie den Städten und Gemeinden im Kreis Warendorf für Fortbildungen, Besprechungen, Schulungen oder interkommunale Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Damit soll das neue Zentrum nicht nur der Feuerwehr, sondern auch den kreisangehörigen Kommunen zusätzliche Möglichkeiten für Schulungen und Veranstaltungen bieten.
Quelle: Kreis Warendorf; zus. Symbolbild: mw/bb.

