Liesborn (mw/bb). „Ich fand’s ganz wunderbar!“ Johanna Schulze Bomke bringt mit wenigen Worten auf den Punkt, was den Festivalabend bei „Mach Ma Akustik“ ausgemacht hat: Musik, gute Stimmung und ein gemütliches Plätzchen vor dem historischem Hauptportal des Museums Abtei Liesborn, der für einige Stunden zu einem Treffpunkt für Jung und Alt wurde. Sie selbst war auch Teil des Abendprogramms. Als eine Hälfte von GANZSICHERVIELLEICHT sorgte die Wadersloher Lokalmatadorin für beste Musikunterhaltung vor der einstigen Benediktinerabtei.





Am letzten Samstagnachmittag (12. September) hatte der Verein „Musikkultur Liesborn“ wieder zum kostenlosen Open-Air-Konzert eingeladen. Familien machten es sich mit Picknickdecken und Klappstühlen gemütlich oder nutzten eines der Polstermöbel. Freundeskreise trafen sich auf der Museumswiese und zwischen Bühne, Getränkestand und Grill entstand eine Atmosphäre, die eher an ein großes gemeinsames Sommerfest als an ein klassisches Konzert erinnerte. So kennt man seit rund 1,5 Jahrzehnten das „Mach Ma Akustik“.
Musikalisch war die Bandbreite auch 2026 groß. Den Auftakt übernahmen die Schulbands der Musikschule Kreatief aus Oelde. Die jungen Musikerinnen und Musiker zwischen zehn und 17 Jahren sorgten für einen rockigen Einstieg und bewiesen, dass Nachwuchsförderung durchaus auf einer Open-Air-Bühne stattfinden darf. Anschließend wurde es akustischer: Johanna und Kai alias GANZSICHERVIELLEICHT brachten ihre zweistimmigen Coverversionen nach Liesborn. Danach zeigte ANDERERSAITS aus Meschede, wie vielseitig akustische Musik sein kann. BREWS aus Steinhagen schlugen anschließend die Brücke zum Indie- und Pop-Rock, bevor FRINK aus Münster mit zwei Gitarren und zwei Stimmen ihre ganz eigene Mischung aus Singer-Songwriter, Folk-Rock und Rock’n’Roll präsentierten. BENHATTEN aus Lippstadt-Benninghausen übernahm schließlich den musikalischen Schlusspunkt und ließ den Abend mit bekannten Rock-Covern noch einmal kräftig aufleben.


Zwischen den Auftritten spielte sich eine zweite Geschichte ab (gemeint sind nicht die kurzen Umbaupausen) eine, die nicht auf der Bühne stand: „Mach Ma Akustik“ funktioniert nur, weil viele Menschen ihre Zeit und ihre Kraft einbringen. Da wird (seit dem Vortag) aufgebaut, gegrillt, Getränke werden ausgeschenkt, Gäste werden versorgt, die Technik betreut und zwischendurch bleibt immer wieder Zeit für ein kurzes Gespräch. Der Verein Musikkultur organisiert den Rahmen, die Musikerinnen und Musiker sorgen für das Programm, Helferinnen und Helfer kümmern sich um das Drumherum und das Museum Abtei Liesborn bietet eine einzigartige Kulisse. Dazu kommen Sponsoren und Unterstützer, ohne deren Beitrag ein Eintrittsfreies Festival dieser Größe kaum möglich wäre. Ein familiärer Sommerabend vor dem Museum, Musik für unterschiedliche Geschmäcker, Familien und Freunde auf Decken und Stühlen und viele Menschen, die gemeinsam dafür sorgten, dass es funktioniert oder eben: Ganz wunderbar!



