Kreis WAF (mw). Es war ein ebenso notwendiger wie zukunftsweisender Schritt: Das Kreisarchiv Warendorf und die Rottendorf Stiftung trafen gemeinsam die Entscheidung, den umfangreichen Nachlass des Ennigerloher Unternehmers und Kunstmäzens Andreas Josef Rottendorf (1892-1971) zu digitalisieren und ihn auf diese Weise der Ăffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Nachlass bietet eine wichtige Quelle fĂźr die Rekonstruktion der heutigen weltweit tätigen Rottendorf Pharma. DarĂźber hinaus stellt er das literarische Schaffen des FirmengrĂźnders â immerhin zwĂślf BĂźcher â und sein Engagement fĂźr den Erhalt der plattdeutschen Sprache heraus.
Rottendorf rief nicht nur den bis heute vergebenen Rottendorf-Preis zur FÜrderung und Erforschung der niederdeutschen Sprache ins Leben, sondern legte gemeinsam mit seiner Frau Rose auch den Grundstein fßr die Rottendorf-Stiftung, die sich kirchlich, karitativ, kulturell und in der Medikamentenforschung engagiert. Der Nachlass bietet eine Fundgrube fßr viele Fragestellungen und lieferte erst im vorletzten Jahr das Material fßr eine auf dem Kulturgut Nottbeck gezeigte Ausstellung ßber das Unternehmerehepaar. Parallel entstand die Webseite www.westfalen-niederdeutsch.de, die einen umfassenden Einblick in Rottendorfs Leben und Werk gibt und die niederdeutsche Mundartszene vorstellt, ergänzt um einen Veranstaltungskalender mit den Terminen der vielen westfälischen niederdeutschen Bßhnen.
Umso dringlicher war also das BemĂźhen, den Nachlass nicht nur zu erhalten, sondern ihn auch in konservatorischer Hinsicht zu schĂźtzen. Kreisarchiv und Vorstand der Rottendorf-Stiftung zeigten sich mit dem nun vorliegenden Ergebnis hochzufrieden. Der Nachlass liefert, wie der Vorsitzende der Rottendorf-Stiftung, Hermann-Ullrich Viskorf, und der Leiter des Kreisarchivs, Dr. Knut Langewand, einhellig betonen, einen wichtigen Beitrag zur Kulturgeschichte des Kreises Warendorf.
Quelle: Kreis WAF


