Berlin/Wadersloh (mw/bb). Großer Applaus für ein kleines Team mit großen (digitalen) Ideen: Nando Caputo Crapa und Sebastian Pokutta aus Wadersloh sind mit ihrem noch jungen Entwickler-Studio StunForge beim Deutschen Computerspielpreis 2025 am 14. Mai mit dem Nachwuchspreis „Bestes Debüt“ ausgezeichnet worden. Ihr Erstlingswerk „Nordhold“, ein sogenanntes Tower-Defense-Spiel mit nordischem Flair, konnte die Fachjury auf ganzer Linie überzeugen und wurde mit einem Preisgeld von 60.000 Euro belohnt.
Ein Überraschungserfolg aus Wadersloh mit viel Tiefgang
Mit „Nordhold“, das am 25. März auf der Spiele-Plattform Steam veröffentlicht wurde, ist dem jungen Studio, das seinen Sitz an der Bornefeld-Ettmann-Straße in Wadersloh hat, ein Einstand gelungen, der in der deutschen Indie-Szene für Aufsehen sorgt. Worum es geht? „Nordhold“ möchte seinen Spielern ein tiefgründiges, aber leicht zugängliches Spielerlebnis bieten, heißt es in der Spielebeschreibung: Über 20 verschiedene Gebäude, acht individuell anpassbare Türme sowie eine Vielzahl von Relikten, Helden und Zaubern ermöglichen unzählige strategische Kombinationen. Dabei muss die Balance zwischen wirtschaftlichem Aufbau und militärischer Verteidigung stets im Blick behalten werden. Der Anspruch: taktische Tiefe ohne steile Einstiegshürde. Das kommt bei den Gamern hervorragend an: Die Rezensionen auf Steam sind durchweg „Sehr Positiv“.

Trotz seines Debüt-Charakters wirkt das Spiel ausgereift und technisch auf hohem Niveau. Ob Performance, Balance oder Benutzerführung: StunForge liefert ein rundes Spielerlebnis ab, das Maßstäbe im Indie-Bereich setzt. Die Auszeichnung als „Bestes Debüt“ beim wichtigsten Preis der deutschen Games-Branche ist ein starkes Signal – nicht nur für das junge Studio selbst, sondern auch für die wachsende Bedeutung kleiner Entwicklerteams im internationalen Wettbewerb.
Im festlichen Rahmen der Preisverleihung im Berliner Palais am Funkturm feierten Caputo Crapa und Pokutta ihren Erfolg gemeinsam mit prominenten Vertretern aus Politik, Kultur und Games-Branche. Neben ihnen wurden unter anderem das Frankfurter Studio Keen Games (Enshrouded) als „Bestes Deutsches Spiel“ und Megagon Industries als „Studio des Jahres“ ausgezeichnet.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär lobte den Innovationsgeist der Branche: „Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinnerinnen und Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2025. Die ausgezeichneten Spiele zeigen sehr eindrücklich die enorme Innovationskraft, technologische Leistung und beeindruckende Kreativität der deutschen Games-Branche. Deshalb wollen wir die Branche durch eine starke Förderung nach internationalem Standard weiter unterstützen. Denn in Games stecken enorme Potenziale für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Deutschland.“
StunForge: Ein Name, den man sich merken sollte
Mit „Nordhold“ haben die beiden Kreativen Caputo Crapa und Pokutta bewiesen, dass sie nicht nur leidenschaftliche Entwickler sind, sondern auch über das Talent verfügen, komplexe Systeme benutzerfreundlich und motivierend zu gestalten. Die Spielerinnen und Spieler sind begeistert, und man darf gespannt sein, was als Nächstes kommt. Eines ist klar: Dieses Debüt macht Lust auf mehr. Und besonders stolz darf man sein, dass die Spiele in Wadersloh zum Leben erweckt werden.
zusätzliche Quellen: Pressemitteilungen (deutscher-computerspielpreis.de, stunforge.com), steam.com, Foto: eosAndy im Auftrag von DCP, Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung fischerAppelt, relations GmbH


