Liesborn (mw/bb). Keine Frage, diese Ferienaktion sprüht nur so vor Kreativität! Mit der Neuauflage des Graffiti-Projekts des Jugendtreffs Villa Mauritz stehen auch die diesjährigen Sommerferien im Zeichen der besonderen Kunstform. Bei den Jugendlichen stehen die Workshops hoch im Kurs. Eine ganze Woche lang wurden auf dem Sportplatz in Liesborn unter fachkundiger Anleitung von Künstlerin Varuna Hellmann drei großformatige Motive umgesetzt.
Bevor es an die Sprühdosen ging, stand erst einmal ein Theorieteil im Jugendtreff in Wadersloh an. Hier entwickelten die Jugendlichen am ersten Projekttag Ideen für die Flächen am Sportplatz des SV Westfalen 21 Liesborn. Der Vereinsvorstand begrüßte die Idee der Verschönerung der bisher eher schmucklosen Container und des Kühlhauses auf dem Sportplatz und zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis, denn schließlich findet sich der Verein auch in den Motiven wieder. Eine Win-win-Situation für alle. Zufrieden zeigte sich auch das Team des Jugendtreffs über den guten Verlauf der Aktion und die hoch motivierten Teilnehmenden. Trotz der Sommerferienzeit wurde das Angebot gut angenommen. Im Vorjahr hatte es bereits ähnliche Aktionen an der Turnhalle in Diestedde sowie am Jugendverweilraum am Bauhof in Wadersloh gegeben. Erst vor wenigen Monaten wurde zudem die öffentliche Graffiti-Wand an den Sportanlagen an der Stromberger Straße in Wadersloh offiziell freigegeben. Die einzigartige Kunstform Graffiti erhält somit weiter ein Forum in den Wadersloher Ortsteilen und ermöglicht jungen Menschen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und sich mit Farben und Ideen auseinanderzusetzen.





Das Projekt in Liesborn begeisterte auch Marcel Thürmer vom Vorstand des SV Westfalen: „Wir hatten im Vorfeld über Instagram von den Graffiti-Projekten des Jugendtreffs erfahren und hielten die Idee für gut, die vorhandenen Container durch ein solches Projekt zu verschönern und anderen die Möglichkeit der Mitgestaltung zu geben. So kam es zu einer Anfrage und dank der Projektförderung für den Jugendtreff stand der Umsetzung nichts mehr im Wege, so dass wir uns nun über die Neugestaltung der beiden Container und des Kühlhauses freuen können. Das ist eine deutliche Aufwertung“, so Thürmer.
Jugendtreffleiterin Valentina Cifric zeigte sich ebenfalls begeistert über den Einsatz der Jugendlichen: „Jeder hat einen eigenen Stil und es muss nicht immer perfekt sein. Durch die legalen Flächen für Graffiti können die Jugendlichen sehen, dass man mitgestalten und einen Ort beleben kann. Ausserdem zeigten uns die Reaktionen der Passanten, dass man durch solche Projekte Vorurteile gegen Graffitis abbauen kann.“ Varuna Hellmann bescheinigte den Teilnehmenden als erfahrene Sprayerin ein sicheres Händchen im Umgang mit den Spraydosen und ein hohes Maß an Kreativität: „Da muss man schon viel Druck mit dem Finger ausüben, um die Farbe aufzubringen. Auch die Augen-Hand-Koordination ist da sehr wichtig. Ich musste aber nur selten beim Führen helfen. Wir haben vorab gemeinsam überlegt, welche Farben und Motive wir auf die Flächen bringen möchten. Es sollte hier zum Ort passen“, so die Studentin aus Ibbenbüren.



Für Mitte Oktober ist ein weiteres Graffiti-Projekt an der „Legal Wall“ in Wadersloh in Vorbereitung.
Fotos: Jugendtreff (5), mw/bb. (2)


