Wadersloh (mw/bb). Mit einem abwechslungsreichen Programm ist am Samstagnachamittag das 163. Wadersloher Schützenfest eröffnet worden. Bereits am Nachmittag standen gleich mehrere Höhepunkte auf dem Programm, die eindrucksvoll zeigten, wie lebendig das Schützenvereinsleben im größten Ortsteil der Gemeinde Wadersloh ist.

Den Auftakt bildete das Treffen der 50-jährigen Jubilare am Rathaus. Nachdem im vergangenen Jahr erstmals auch Frauen in die Veranstaltung eingebunden worden waren, ist ihre Teilnahme nun fester Bestandteil dieser traditionsreichen Zusammenkunft, die als Gemeinschaftsaktion vom Heimatverein, Schützenverein und der Gemeindeverwaltung organisiert wird. Bürgermeister Christian Thelkamp begrüßte die Jubilare und gab in einem ausführlichen Beitrag einen Einblick in das aktuelle Gemeindeleben sowie die Entwicklungen in Wadersloh. Nach dem gemeinsamen Fototermin vor dem Rathaus führte das Programm weiter zum Jüdischen Friedhof, bevor die Jubilare den Nachmittag bei geselligem Beisammensein auf einem Hof ausklingen ließen, ehe es am Abend zurück zum „Großen Zapfenstreich“ ging. Tradition ist eine goldene Schleife, die bereits seit den Anfangsjahren an die „Fünfzigjährigen“ vergeben wird.






Viel Spannung und Spaß beim Kinderbelustigungs-Jubiläum
Währenddessen trotzten rund 300 Kinder und Jugendliche dem zeitweise stürmischen Wetter auf dem Festplatz. Die Kinderbelustigung lockte auch im Jubiläumsjahr zahlreiche Familien an und sorgte für beste Unterhaltung. Das traditionsreiche Angebot feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen und gehört seit 1951 fest zum Wadersloher Schützenfest. Mit viel Freude und Ehrgeiz absolvierten die Teilnehmenden die verschiedenen Spielstationen und Wertungsspiele. Die Organisatoren um Abteilungsleiter Andreas Keilbar und seinen Stellvertreter Philipp Koslowski hatten gemeinsam mit ihrem Helferteam ein buntes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Klassiker und neue Attraktionen sorgten gleichermaßen für Begeisterung. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte auch das amtierende Königspaar Ralf Heitvogt und Constanza Galli, das sich nicht lange bitten ließ und selbst die beliebte Kistenrutsche ausprobierte. Dieser sympathische Einsatz kam bei den jüngsten Festbesuchern bestens an.





Höhepunkt des Nachmittags war die Ermittlung des neuen Kinderkönigspaares. Nach mehreren Wertungsspielen setzten sich im Finale die punktbesten Mädchen und Jungen durch und kämpften um die begehrten Titel. Über die Königswürde durften sich schließlich Liara und Anian freuen. Sie werden das Schützenfest nun als Kinderkönigin und Kinderkönig 2026 begleiten und nahmen am Sonntag auch am großen Festumzug teil.

Am frühen Abend trat das Schützenbataillon in Uniform auf dem Festplatz an. Gemeinsam mit dem Spielmannszug Benteler, der Feuerwehrkapelle Liesborn, dem Fanfarencorps Wadersloh sowie dem noch amtierenden „alten“ Königspaar und dem neuen Kinderkönigspaar zog der Festzug zunächst zum Seniorenheim St. Josef. Dort erfreuten die Musikkapellen die Bewohnerinnen und Bewohner mit einem Ständchen, bevor der Marsch zurück zum Festplatz führte.





Ein weiterer festlicher Höhepunkt folgte am Abend mit dem Antreten des Bataillons zum Vereinslokal „Dalla Nonna“. Dort wurden die 50-jährigen Jubilare sowie der Schellenbaum abgeholt. Nach der Begrüßung durch Oberst Rudi Vienenkötter und das Königspaar zog der Festzug weiter zur Pfarrkirche St.-Margareta. Vor dem Hauptportal der Kirche bildete der „Große Zapfenstreich“ den feierlichen Abschluss des offiziellen Programms Samstag. Begleitet von einem Salut und den Klängen der beteiligten Musikzüge bot sich den zahlreichen Zuschauern ein beeindruckendes Bild. Anschließend klang der erste Schützenfesttag bei geselligem Beisammensein und Tanz im Festzelt aus, wo die Partyband „ambiente“ für die passende musikalische Stimmung sorgte.
Fotos/Text: B. Brüggenthies, Foto Jüd. Friedhof: M. Wachsmann
Hinweis in eigener Sache: Unsere Berichterstattung zum Schützenfest in Wadersloh wird durch ein Sponsoring des KFZ-Meisterbetriebs Baumeister GmbH ermöglicht. Vielen Dank für die Unterstützung lokaler Berichterstattung!


