Diestedde (mw/bb). Bei den geplanten Themenspielplätzen in Diestedde und Liesborn kommt Bewegung in das Projekt. MW berichtete bereits vergangenen Woche in einer Erstmeldung über das anstehende Projekt. Der Ausschuss für Jugend, Familie, Soziales und Inklusion hat am Montagabend (14. September) einstimmig dafür votiert, die Planungen für den Diestedder Standort „Im Wiedenkamp“ (Nähe Friedhof) voranzutreiben. Ziel ist eine Umsetzung im Jahr 2027, vorausgesetzt, die Gemeinde Wadersloh erhält die dafür notwendigen Fördermittel.
Dass es nun zeitlich konkret wird, liegt vor allem an den Förderfristen. Wie Dezernent Elmar Ahlke von der Gemeindeverwaltung im Ausschuss erläuterte, waren die Fristen für das Förderprogramm „Struktur- und Dorfentwicklung“ bereits für 2026 deutlich vorgezogen worden. Für 2027 wird erneut mit einem sehr frühen Antragstermin Ende Januar beziehungsweise Anfang Februar gerechnet. Damit die Gemeinde dann überhaupt einen förderfähigen Antrag stellen kann, muss die Planung bereits Ende dieses Jahres politisch beschlossen sein. „Das wird zeitlich sportlich“, machte Ahlke deutlich. Der Rat soll deshalb noch in diesem Jahr die entsprechende Planung auf den Weg bringen.
Diestedde: Wasser soll eine zentrale Rolle spielen
Für Diestedde sind die Voraussetzungen vergleichsweise günstig. Der bestehende Spielplatz Im Wiedenkamp/Nikolausstraße (Nähe Friedhof) liegt auf einem gemeindeeigenen Grundstück und ist im Bebauungsplan bereits als Spielplatz festgesetzt. Die Verwaltung will deshalb nun mit Hochdruck an der Erweiterung und der konkreten Planung arbeiten. Inhaltlich ist das Konzept noch nicht bis ins letzte Detail festgelegt. Nach Angaben der Verwaltung soll der Themenspielplatz tendenziell auf kleinere Kinder ausgerichtet werden. Das Thema Wasser soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Wie dieses Element konkret umgesetzt wird, ist allerdings noch offen. Ahlke betonte zugleich, dass die Gemeinde bei der weiteren Gestaltung auf Beteiligung setzen wolle. Die Ideen der Kinder sollen in die Planungen einfließen. Ähnlich war man bereits beim Themenspielplatz in Wadersloh vorgegangen.
Genau hinschauen wollen die Mitglieder des Ausschusses dabei auch auf den vorhandenen Geländeverlauf. Martina Drews (SPD) sprach sich dafür aus, den sogenannten Teufelsberg als Rodelmöglichkeit zu erhalten. Auch Ruth Lutterbüse (GRÜNE) sprach sich dafür aus, den Berg zu erhalten. Eine entsprechende Vorstellung soll im weiteren Verfahren auch im Rat erfolgen. Roman Opora (CDU) bezeichnete den Standort als gut gewählt. Der Spielplatz liege zentral und werde bereits heute gut angenommen, nach seinen Worten auch im Winter.
Liesborn: Wunschstandort bleibt im Gespräch
Während Diestedde damit einen konkreten Fahrplan erhält, bleibt die Situation in Liesborn schwieriger. Dort ist weiterhin kein Grundstück für den geplanten Themenspielplatz gesichert. Aus der Politik wurde in der Sitzung erneut der Wunsch nach dem Bereich „Krumme Busch“ beziehungsweise Klostergarten angesprochen. Klaus Grothues (CDU) verwies darauf, dass die Liesborner Bevölkerung diesen Standort weiterhin favorisiere. Eine kurzfristige Umsetzung an dieser Stelle zeichnet sich allerdings nicht ab. Das Grundstück gehört nicht der Gemeinde, zudem verfolgt der Eigentümer nach Angaben der Verwaltung andere Pläne. Auch die Frage der Wasserverfügbarkeit spielt bei der Suche nach einem geeigneten Standort eine Rolle. Die Überlegungen seien deshalb noch nicht ausgereift. Die Verwaltung will parallel zur Diestedder Planung weitere Möglichkeiten für Liesborn prüfen.
Erst Diestedde, dann Liesborn
Damit zeichnet sich ein zweigeteiltes Vorgehen ab: Während in Diestedde nun konkret geplant werden soll, steht in Liesborn zunächst weiterhin die Suche nach einem geeigneten Grundstück im Mittelpunkt. Der Ausschuss gab dafür am Montag einstimmig grünes Licht. Das Thema wird zunächst am 28. September im Hauptausschuss erneut beraten. Die abschließende Entscheidung über die Planung für den Diestedder Themenspielplatz soll anschließend der Rat in seiner Sitzung am 12. Oktober treffen. Wenn alles nach Plan läuft und die Förderung bewilligt wird, könnte damit 2027 der erste der beiden geplanten Themenspielplätze in der Gemeinde Wadersloh Wirklichkeit werden.
Fotos/Text: B. Brüggenhies


