Kreis Warendorf/Wadersloh (mw/bb). Am morgigen Mittwoch beraten Bund und Länder wieder Ăźber die nächsten MaĂnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus samt Mutanten. Im Vorfeld der Beratungen berichten erste Ăźberregionale Medien, dass der Shutdown wohl bis Ostern verlängert wird. MĂśglicherweise kĂśnnte es aber schon bald erste kleine Lockerungen geben. Seit vorletzten Montag haben die Schulen wieder Präsenzunterricht, seit gestern haben Friseure wieder geĂśffnet. Angesichts der Gefahr einer 3. Welle sind groĂflächige Ăffnungen fĂźr Gastronomie und Einzelhandel aber derzeit fraglich. Mehr dazu in der morgigen Corona-Update-Ausgabe.
Wir haben bereits in der vergangenen Woche beim Kreis Warendorf nachgefragt, wie die aktuelle Impfsituation bei uns im Kreis aussieht. Nach Angaben aus dem Kreishaus sei die Auslastung derzeit – je nach ImpfstoffverfĂźgbarkeit- sehr gut. Auf eine immer hĂśhere Akzeptanz stĂśĂt inzwischen auch der Impfstoff von AstraZeneca.
Gesundheitsamt reagiert auf Virusmutationen
Kreis Warendorf (mw/pm). Aufgrund der noch weitestgehend unbekannten Verläufe und Anzahl der Mutationen hat sich der Kreis Warendorf nach RĂźcksprache mit der Bezirksregierung dazu entschieden, ab sofort die Quarantänedauer fĂźr alle Infizierten und Kontaktpersonen auf 14 Tage festzulegen. âDie Gesundheitsämter im MĂźnsterland haben sich auf dieses Vorgehen verständigtâ, berichtet Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.
Alle symptomfreien Infizierten kĂśnnen die Quarantäne frĂźhestens ab dem zehnten Tag durch einen negativen PCR-Test verkĂźrzen. âDen Test kĂśnnen sie bei ihrem Hausarzt oder an der Abstrichstelle in Warendorf durchfĂźhren lassenâ, so Dr. Arizzi Rusche weiter. Kontaktpersonen kĂśnnen die Quarantäne jedoch nicht verkĂźrzen. Zudem mĂźssen sie zur Beendigung der Quarantäne ein negatives Testergebnis vorweisen. Das kann Ăźber einen PCR-Test ab dem 12. Tag oder einen Schnelltest am 13. oder 14. Tag geschehen. Die Testergebnisse aus der Abstrichstelle liegen dem Gesundheitsamt am Mittag des Folgetages vor. Bescheinigungen Ăźber Testergebnisse, die bei einem Hausarzt durchgefĂźhrt wurden, mĂźssen an Testergebnis@kreis-warendorf.de gesendet werden.
Die aktuelle Impflage im Kreis Warendorf
Kreis Warendorf (mw/bb). Im Impfzentrum Ennigerloh wurden nach Kreisangaben bisher insgesamt 5.600 Personen geimpft. Seit dem 01. März laufen die Zweitimpfungen fĂźr die Ăźber 80-jährigen. Damit werden die Impfstoffe „BioNTech“ und „AstraZeneca“ täglich ganztags auf den verschiedenen ImpfstraĂen verabreicht. Die Auslastung orientiert sich hierbei ständig an den zur VerfĂźgung stehenden Impfstoffkontingenten. Der Impfstoff „AstraZeneca“ gewinnt hierbei zunehmend an Akzeptanz. Die Resonanz Ăźber die Abläufe sei gut. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (wie z.B. Ăberlastung der Telefon-Hotline) wurde u.a. der Wartebereich in der Halle vergrĂśĂert. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KVWL) laufe auch die Terminvereinbarung derzeit reibungslos.
Vor Ort werden „BioNTech“ an Ăźber 80-Jährige, „AstraZeneca“ an medizinisches Personal und seit letzter Woche auch „Moderna“ an Bewohnerinnen und Bewohnern bzw. betreute Personen in teilstationären Pflegeeinrichtungen wie Tagespflegen, Wohngemeinschaften, Demenz-Wohngemeinschaften und Beatmungs-Wohngemeinschaften verimpft. Dabei sei die Auslastung der „AstraZeneca“-Termine etwas geringer als bei „BioNTech“.
Schnellere Impfung nur mit ärztlichem Attest
Kreis Warendorf (mw/pm). Der Kreis Warendorf bietet nun auch schwerstkranken Patientinnen und Patienten, die aufgrund einer besonders schweren Erkrankung ein sehr hohes Risiko fßr einen schweren oder tÜdlichen Verlauf einer Corona-Infektion haben, die MÜglichkeit, einen Härtefallantrag zu stellen, um schneller geimpft zu werden.
Das Kreisgesundheitsamt hat bereits eine Vielzahl von Anfragen dazu erhalten. Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Gesundheitsamtes, weist darauf hin, dass die betroffenen Personen unbedingt ärztliche Unterlagen beigefĂźgen mĂźssen. âAnderenfalls kĂśnnen wir nicht prĂźfen, ob eine schnellere Impfung erforderlich ist.â Zur PrĂźfung der medizinischen Indikation sei ein aussagekräftiges ärztliches Attest mit Diagnose unentbehrlich. Im Attest muss die besondere Dringlichkeit der Impfung bescheinigt und begrĂźndet werden.
Zudem weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass das Postfach Prioanfragen@kreis-warendorf.de nur von diesem Personenkreis genutzt werden sollte. DarĂźber hinaus wird in KĂźrze ein Online-Formular des Kreises zur VerfĂźgung stehen, Ăźber das alle Impfwilligen Informationen erhalten und zum gegebenen Zeitpunkt einen Termin buchen kĂśnnen.
Wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Montagnachmittag mitteilte, erhalten nun auch weitere Personengruppen nach und nach die MÜglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen. So erhalten Lehrer, Erzieher, Polizisten in Hundertschaften sowie Personal, Bewohner und Beschäftigte von Werkstätten fßr behinderte Menschen und in besonderen Wohnformen voraussichtlich ab dem 8. März ein Impfangebot. Weitere Einzelheiten dazu folgen in Kßrze.
Kontaktnachverfolgung: Kreis Warendorf wird NRW-Modellregion fĂźr luca-App
Kreis Warendorf (mw/bb). Die Gruppe „Die Fantastischen Vier“ sind eigentlich seit Jahrzehnten fĂźr ihre Musik bekannt. Jetzt machen sich mit ihrer Beteiligung bei einer App fĂźr Kontaktverfolgung von sich reden und zeigen damit vor allem ein groĂes Herz fĂźr Veranstaltungsfirmen und die Gastronomie. Der Kreis Warendorf ist Modellregion fĂźr die „luca“ getaufte App, die eine Kontaktnachverfolgung spielend einfach machen soll. In einer Pressemitteilung informiert der Kreis Ăźber die App.
Kreis Warendorf (mw/pm). Als Modellregion in Nordrhein-Westfalen setzt das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf auf die Smartphone-App âlucaâ zur Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie. Die Idee zur App stammt unter anderem von bekannten deutschen KĂźnstlern wie âDie Fantastischen Vierâ. Mit „luca“ soll die Kontaktnachverfolgung nicht nur bei kleineren Treffen zu Hause, sondern auch beispielsweise im Restaurant ganz einfach mĂśglich sein. Bei einer Einweisung in die Funktionsweise mit den Betreibern der App machte sich das Gesundheitsamt nun startklar fĂźr den Einsatz. An der Videokonferenz nahm auch Kreisdirektor Dr. Stefan Funke als Digitalisierungs-Dezernent teil. âWir freuen uns Ăźber diese neue App, denn sie nimmt uns viel Arbeit ab und spart Zeitâ, erklärt Dr. Tim Kornblum, Leiter Infektionsschutz im Gesundheitsamt, und ergänzt: âBei einem Infektionsfall kommt es darauf an, sofort die Kontaktpersonen unter Quarantäne zu stellen. Da werden wir jetzt viel schneller.â

Und so funktioniert es: Ăber die App sind sogenannte âCheck-Insâ mĂśglich. Luca generiert dafĂźr einen QR-Code, den man bei privaten Treffen gegenseitig einscannen kann. Betreiber eines Restaurants kĂśnnen fĂźr einzelne Tische QR-Codes generieren, Ăźber die sich die Gäste einchecken kĂśnnen. Sie kĂśnnen jedoch nicht sehen, wer eingecheckt hat, denn anstelle eines Namens wird nur ein Zahlencode angezeigt. âSo ist auch der Datenschutz erfĂźlltâ, freut sich Stephan NiebrĂźgge, stellvertretender Amtsleiter fĂźr IT. Kommt es zu einem Infektionsfall, kann der Nutzer der App seine Check-Ins der vergangenen Tage ans Gesundheitsamt Ăźbermitteln. âBesonders hilfreich fĂźr die Mitarbeiter im Gesundheitsamt ist, dass sich die Daten aus der luca-App ganz leicht in SORMAS integrieren lassenâ, erklärt NiebrĂźgge. Dieses Programm nutzt das Gesundheitsamt ebenfalls als eines der ersten in NRW seit Mai 2020 bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Mitarbeiter in der Kontaktnachverfolgung sehen also sofort, mit wem die infizierte Person in den vergangenen Tagen Kontakt hatte. So bleibt dem Gesundheitsamt die zeitintensive herkĂśmmliche Kontaktnachverfolgung erspart und die Nutzer der App kĂśnnen umgehend informiert werden, dass sie Kontakt zu einem Infizierten hatten.
âNun kommt es darauf an, dass sowohl die BĂźrgerinnen und BĂźrger sowie die Gastronomen die App auch nutzenâ, wirbt Dr. Tim Kornblum. Da es in Kinos, Theatern oder Konzerten oft keine separaten Tische gibt, kĂśnnen die Betreiber entweder einzelne Bereiche abgrenzen und diese mit einem QR-Code versehen oder jeden Sitzplatz einzeln ausweisen. âAn der Entwicklung einer optimalen LĂśsung fĂźr diese Bereiche arbeiten wir derzeit nochâ, sagt Tobias Hamann vom App-Entwickler neXenio. VerfĂźgbar ist luca fĂźr Android, iOS und als WebApp. Mehr Informationen zu luca gibt es auf www.luca-app.de auf instagram @luca_app_official oder Facebook @luca.app.official
Weniger akut Infizierte im Kreis Warendorf
Kreis Warendorf (mw/pm). Im Kreis Warendorf waren am Dienstag (02. März) 27 Menschen weniger akut mit dem Coronavirus infiziert als am Vortag. Insgesamt 196 Personen sind aktuell von einer Infektion betroffen. Seit Beginn der Pandemie wurden 8359 Coronafälle im Kreis registriert (Vortag: 8357). Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Gesundmeldungen: sie liegt derzeit bei 7962 (Vortag: 7933). Unverändert 201 Menschen im Kreis Warendorf sind in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. In den Krankenhäusern im Kreisgebiet werden derzeit 16 Patienten stationär behandelt, davon fßnf intensivmedizinisch, hiervon zwei mit Beatmung. Die Sieben-Tage-Inzidenz fßr den Kreis liegt laut RKI und Landeszentrum Gesundheit (LZG.NRW) bei 41,8 (Vortag: 42,1). Hinweis zu den folgenden Fallzahlen: Aufgrund einer Datenbereinigung enthält die folgende Aufstellung Korrekturen fßr Beckum und Ostbevern.
Die aktuellen Fallzahlen in den Städten und Gemeinden:

⢠Ahlen: 39 aktive Fälle (-9), 2326 Gesundete (+9), 66 Verstorbene, insgesamt 2431 gemeldete Infektionsfälle seit März 2020 ⢠Beckum: 25 aktive Fälle (-7), 1068 Gesundete (+6), 28 Verstorbene, insgesamt 1121 Infektionen (-1) ⢠Beelen: 1 aktiver Fall, 151 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 153 Infektionen ⢠Drensteinfurt: 12 aktive Fälle (-2), 246 Gesundete (+2), 5 Verstorbene, insgesamt 263 Infektionen ⢠Ennigerloh: 6 aktive Fälle (-1), 575 Gesundete (+1), 7 Verstorbene, insgesamt 588 Infektionen ⢠Everswinkel: 2 aktive Fälle, 165 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 168 Infektionen ⢠Oelde: 15 aktive Fälle (-2), 1100 Gesundete (+2), 22 Verstorbene, insgesamt 1137 Infektionen ⢠Ostbevern: 18 aktive Fälle (+1), 185 Gesundete (-1), 2 Verstorbene, insgesamt 205 Infektionen ⢠Sassenberg: 9 aktive Fälle, 305 Gesundete, 5 Verstorbene, insgesamt 319 Infektionen ⢠Sendenhorst: 4 aktive Fälle, 256 Gesundete, 7 Verstorbene, insgesamt 267 Infektionen ⢠Telgte: 42 aktive Fälle (-3), 438 Gesundete (+6), 18 Verstorbene, insgesamt 498 Infektionen (+3) ⢠Wadersloh: 8 aktive Fälle, 394 Gesundete, 27 Verstorbene, insgesamt 429 Infektionen ⢠Warendorf: 15 aktive Fälle (-4), 753 Gesundete (+4), 12 Verstorbene, insgesamt 780 Infektionen
Quelle: Kreis WAF


