Diestedde (mw/bb). Wie geht es weiter mit der Baustelle an der KiTa St. Nikolaus? Auf Anfrage von „Mein Wadersloh“ gab es nun ein Update von KiTa-Verbundleiterin Carolin Bock. Zwar laufen die Arbeiten am Neubau weiter, doch die dringend notwendige Dachsanierung verzögert die Fertigstellung.
„Die entstandenen zusätzlichen Kosten der Dachsanierung können von der Kirchengemeinde alleine nicht getragen werden. Daher wurde ein Finanzierungsantrag gestellt. Wir hoffen Mitte September auf eine positive Entscheidung, so dass die Dachsanierung im Herbst beginnen kann“, erklärt Bock.
Unabhängig von den noch offenen Fragen rund um die Finanzierung werden die Arbeiten an der laufenden Baumaßnahme umgesetzt, soweit sie nicht direkt mit der Dachsanierung verbunden sind. Ziel sei es, die KiTa so schnell wie möglich fertigzustellen. „Alle Beteiligten haben ein großes Interesse, die Maßnahme im Sinne der Kinder, Eltern und Mitarbeitenden zügig zum Abschluss zu bringen“, betont die Kitaverbundleiterin.
Hintergrund
Bereits im März 2025 war bekannt geworden, dass die Bauarbeiten an der KiTa, die in Trägerschaft der Kath. Pfarrei St. Margareta Wadersloh ist, durch zusätzliche Schäden am Dach komplizierter und kostenintensiver werden würden als ursprünglich geplant. MW berichtete.
Fotos/Text: mw/bb.
Zu unserer aktuellen Berichterstattung erreichte unsere Redaktion ein Leserbrief von besorgten Eltern. Auf Wunsch der Verfasser werden sie an dieser Stelle nicht namentlich benannt, sind der Redaktion namentlich jedoch bekannt.
Endlos-Baustelle Kindergarten Diestedde – ein unhaltbarer Zustand (Leserbrief)
Seit mehr als zwei Jahren warten Kinder, Eltern, Mitarbeiter und Vereine in Diestedde auf die Fertigstellung des Kindergartens. Was ursprünglich ein notwendiger Umbau war, ist inzwischen zu einer Dauerbaustelle geworden, die das Dorfleben spürbar beeinträchtigt.
Der Träger, die katholische Kirche, hat nach eigenen Angaben bereits rund 1,5 Millionen Euro in den Umbau gesteckt – ein Ende ist dennoch nicht in Sicht. Besonders ärgerlich ist, dass wichtige Bauabschnitte, wie das Dach, seit Monaten stillstehen, weil Entscheidungen auf Seiten des Trägers immer wieder verzögert werden.
Währenddessen fehlen dem Kindergarten dringend benötigte Räumlichkeiten: Die Turnhalle steht nicht zur Verfügung, Veranstaltungen müssen abgesagt oder in andere Gebäude verlegt werden. Auch das Karl-Leisner-Heim ist aktuell für Vereinsaktivitäten nicht nutzbar.
Hinzu kommt: Sponsoren des Fördervereins haben bereits vor Jahren Geld für ein neues Spielgerät gespendet. Viele Großeltern wollten damit ihren Enkelkindern etwas Gutes tun. Die Anschaffung soll aber erst nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgen – was aus praktischen Gründen nachvollziehbar ist, für die Spenderinnen und Spender aber eine lange Geduldsprobe bedeutet.
Besonders belastend ist die Situation für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit Jahren mit immer neuen Baustellenbedingungen arbeiten müssen. Zudem ist der Kindergartenbetrieb zwischen Kita und Karl-Leissner-Heim aufgeteilt – getrennt durch 150 Meter, was für die Kinder und das Personal tagtäglich eine zusätzliche Herausforderung darstellt.
Wie lange sollen Kinder, Familien, Erzieherinnen und das ganze Dorf diesen Zustand noch ertragen? Wir wünschen uns vom Träger endlich klare Entscheidungen, Transparenz und vor allem: den zügigen Abschluss der Bauarbeiten.


