Liesborn (mw/bb). Die erste Sichtung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) im Gemeindegebiet Wadersloh wurde am gestrigen Tag (Freitag, 29. August) in Liesborn an einem Bienenstand im Bereich der Berliner Straße gemeldet. Die heimische Imkerin Marion Domke geht davon aus, dass sich das dazugehörige Nest in einem Umkreis von 500 bis 800 Metern befindet, wobei auch größere Entfernungen von bis zu 1000 Metern möglich sind. Alle Bewohnerinnen und Bewohner von Liesborn werden aufgerufen, besonders aufmerksam zu sein und mögliche Nester oder Tiere zu melden. Die Nester können sich sowohl in Hecken, in großer Höhe an Bäumen als auch an Gebäuden befinden.
Was im Ernstfall zu tun ist
Das eigenständige Entfernen der Nester wird ausdrücklich untersagt, da die Tiere äußerst wehrhaft sind und beim Eingriff eine erhebliche Gefahr darstellen können. Sichtungen oder Verdachtsmeldungen können an die zuständigen Behörden (Untere Naturschutzbehörde des Kreises WAF, ext. Link) oder einen örtlichen Imker weitergeleitet werden. Eigenmächtige Maßnahmen sind aus Sicherheitsgründen streng zu vermeiden. Die Behörden bündeln die Information und koordinieren gegebenenfalls die fachgerechte Entfernung der Nester.
Hintergrund
Die Asiatische Hornisse ist als invasive Art eingestuft und stellt eine Bedrohung für heimische Insekten, insbesondere für Honigbienen, dar. Entdeckte Nester müssen umgehend der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Warendorf gemeldet werden. Seit ihrer ersten Sichtung 2014 breitet sich diese Art, auch bekannt als Gelbfüßige Hornisse, in Nordrhein-Westfalen zunehmend aus.
Weitere Infos beim Land NRW (externer Link) | Umweltbundesamt (externer Link)
Quelle: Imkerei Domke via „Dorfbrunnen – Mein-Wadersloh.de-Community“, Symbolfoto: Thomas Beissel / www.velutina.de (unter CC-Lizenz)


