Oelde-Stromberg (mw/bb). Was ist das eigentlich mit dieser „Pflaumenbesessenheit“ in Stromberg, in einem von Oeldes schönsten Töchtern? Man geht und schlendert einmal im Jahr über diesen wunderschönen Marktplatz und die umgebenden Straßen und an jeder Ecke findet man eine weitere, neue Pflaumenköstlichkeit: Pflaumenbratwurst, Pflaumenbrand, getrocknete Pflaumen im Glas (eine neue Spezialität: unbedingt probieren), Pflaumen mit Schokolade, im Brot. Pflaumen überall. Diese Vielfalt muss es sein, die die Schutzmarke „Stromberger Pflaume“ so besonders macht und vor allem auch das dörfliche Miteinander. Das zeigt sich jedes Jahr auf’s Neue beim traditionellen Pflaumenmarkt.
VIELEN DANK AN UNSEREN SPONSORINGPARTNER PFLAUMENHOF STEMICH FÜR DIE WERBEUNTERSTÜTZUNG BEI DER PFLAUMENMARKT-BERICHTERSTATTUNG





Ausgerechnet am 2. Tag des Pflaumenmarkts meint es Petrus mit dem Wetter nicht so gut, wie noch am Vortag. Der fruchtig-süßen, blauen Frucht macht das aber nichts, dann haben sie ihren ersten Abwasch vor dem Genuss eben schon hinter sich. Und bei Regenwetter tut es auch mal ein Regenschirm (Anm. d. Red.: Oder eine Regenjacke, vorzugsweise einer gelben). Am Pflaumenmarkt-Samstag hingegen war das Wetter nahezu perfekt. Das bescheinigten der Marktmeister und die Vereinsverantwortlichen der Schutzgemeinschaft der Stromberger Pflaume, aber auch die Aussteller im Gespräch mit MW. Und die waren durchaus zufrieden mit den schon tausenden Besucherinnen und Besuchern, die im Laufe des Vormittags und Nachmittags durch Stromberg flanierten. An jeder Ecke gab es ein Stück Kuchen, ein Probierstück Pflaumenbrot, ein leckeres Käffchen oder Pils oder vielleicht auch mal ein Glas Wein oder sogar einen alkoholfreien Pflaumenlikör. Alles ist möglich in einem Dorf, in dem sich (fast) alles um die Pflaume dreht. Und natürlich konnten auch kiloweise frische Pflaumen direkt mit nach Hause genommen werden.

Der Pflaumenmarkt ist aber auch gerade deswegen so besonders, weil es sogar Repräsentanten gibt. Zum einen selbstredend die Pflaumenkönigin (bis zum Samstagabend war es noch Nina I. als IX. Pflaumenkönigin), die alle zwei Jahre neu gewählt wird und mit ihrem pflaumenfarbenenden Kleid, Zepter und Krone alle Blicke auf sich zieht. Zum anderen den Burggrafen selbst, der sich hier die Ehre gibt. Das macht seit zehn Jahren Heiko Bents. Er ist der dritte Burggraf und damit – stilecht gewandet und mit Hellebarde samt den drei Stromberger Raben – ein Repräsentant des kleinen Luftkurorts im Zeichen der Pflaume. Der Burggraf selbst ist übrigens aus der Burgbühne entstanden. Auch das gehört natürlich unweigerlich zum Burgdorf Stromberg, genauso wie der Paulusturm oder eben die Pflaume und die frische Luft. Seite an Seite mit Pflaumenkönigin Nina ging er über den Marktplatz. Beide begrüßten die Aussteller und Besucher, beide waren beliebte Selfie-Motive. Autogrammkarten gibt es übrigens auch. Die waren irgendwo in einem der Körbe der Hofdamen von Pflaumenkönigin Nina versteckt und warteten auf neue Besitzer.



Was war Samstag noch alles so los rund um Münster- und Daudenstraße? Menschen von nah und fern kamen, entdeckten viele Neuigkeiten und Köstlichkeiten, kamen ins Gespräch mit den Leuten und genossen das gesellige Miteinander. Beim XXL-Schwenkgrill gab es leckere Waffeln aus einem mehr als hundert Jahre alten Waffeleisen. Die Stromberger Landfrauen freuten sich über ihren neuen Pavillon beziehungsweise Stand. Da schmeckte der begehrte Pflaumenpfannkuchen gleich noch einmal doppelt so gut – bis zum Abend war Akkordarbeit angesagt, so rasant gingen die Backköstlichkeiten weg.









Am Stand vom Pflaumenhof Stemich hing dann noch ein besonderes Schild. Schön bemalt, mit Pflaumen dekoriert und in passender Schrift stand dort die Frage: Was ist eigentlich Heimat? Ein großes Fragezeichen dahinter. Und für uns vielleicht die Antwort: Ein Pflaumenbaum. Und das Gefühl, dass man genau hier hingehört. Zu Stromberg.
Der Pflaumenmarktauftakt an diesem spätsommerlichen, oder sagen wir besser frühherbstlichen, Tag war einfach perfekt. Und noch viel größer als die gute Stimmung war natürlich die Vorfreude, denn am Abend gab es noch ein weiteres Highlight: Alle zwei Jahre steht die feierliche Inthronisierung einer neuen Pflaumenmajestät auf dem Programm. Doch dazu kommen wir in einem anderen Beitrag.





Der Stromberger Pflaumenmarkt 2026 findet auch am heutigen Sonntag, 13. September 2026, statt. Die Händler haben seit 11 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen gibt es unter www.stromberger-pflaume.de.

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