Wadersloh (mw). Im Rahmen des Gesundheitskonzeptes des Fachbereichs Sport des Gymnasiums Johanneum Wadersloh durften die Siebtklässler vom 8. bis 11. September für ganze vier Tage den Klassenraum verlassen, um Unterricht mal von einer ganz anderen Seite aus zu erfahren. Das Projekt „Natürlich erleben“, konzipiert von der AOK NordWest, bot den Teilnehmern einen eher erlebnisorientierten Unterricht. Es lud dazu ein, draußen zu sein und Neues zu entdecken, Grenzen auszuloten und womöglich über sich hinauszuwachsen.
Die Schüler erhielten einen intensiven Zugang zum Thema Bewegung in und im Umgang mit der Natur und entdeckten den Wald als Bewegungsraum im privaten Waldstück „Vogelbusch“ in Wadersloh. Diesen zu erleben bei Teamspielen mit viel Bewegung und beim Lösen von Gemeinschaftsaufgaben wie dem Bauen von Unterständen und Parcours bereitete den Klassen sichtlich Freude und brachte ihnen nicht nur die Natur näher, sondern stärkte den Teamgeist sowie die Klassengemeinschaft beim sozialen Miteinander in gemischten Jungen- und Mädchengruppen. Auch verschiedene Vertrauensübungen waren wichtige Schritte dorthin.
Nora Everwand aus der 7c fand es insbesondere toll, mit verbundenen Augen im Wald umherzulaufen. „Wir sollten dabei einen Baum mit verbundenen berühren und ertasten und ihn dann mit offenen Augen wiederfinden.“ Ganz nebenbei lernten die Schüler auch einiges über einen nachhaltigen Umgang mit der Natur.
Nach vier Tagen zogen sowohl die Schüler als auch die sechs Pädagogen ein äußerst positives Fazit und sind guter Dinge, dass das Erlebte und Erfahrene sich auch im Umgang miteinander niederschlägt.
In einer abschließenden Reflexionsrunde resümierte Nora: „Meine Klasse hat viel über den Wald erfahren und es war eine schöne Alternative zum Unterricht.“ Und Carolin Bockey teilte ihrem Teamer mit: „Das war die schönste Woche, die ich mit meiner Klasse hatte.“ Die Klassenlehrer, die zwischendurch im Vogelbusch zur Stippvisite aufsuchten, sind sich sicher, dass das Projekt die Teamfähigkeit gestärkt hat und noch nachhaltig Früchte tragen wird. Da etliche Kinder bedauerten, dass das Projekt nicht noch länger läuft, bleibt zu hoffen, dass die gewonnene Erlebnisfreude und die Lust auf Bewegung in Wald und Natur erhalten bleiben.
Quelle: Johanneum



